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Der Umgang mit Verlusten! (Draw Down)

TB KursImKeller Farbe

Der Draw Down wir häufig mit „DD“ abgekürzt und
beschreibt den Wertverlust vom Höchststand.


Verluste sind ärgerlich und gehören zur Börse genau wie die Gewinne! Kumulierte Verluste in einer betrachteten Zeit werden von uns auch „Draw Downs“ genannt. Der Draw Down stellt in einer Strategie oder einem Handelssystem (also einem Regelwerk) eine Kennzahl dar, die diesen Verlust in einen prozentualen Wert fasst.

Mehr Infos: Maximum Drawdom - Wikipedia

Schauen wir uns drei verdeutlichende Beispiele in einem Index (DAX), einer Aktie (Daimler/Automobile) und einem unserer Handelssysteme (WWA) an!



Der Draw Down, also der Wertverlust vom Höchststand am Beispiel des DAX seit 1995:

20180310.dax.drawdown



Die rote Fläche visualisiert den Rückgang „Draw Down“! Im Zeitraum seit 1995 hat der DAX Performance einen maximalen Rückgang (DD) von -73,26% erzielt. 
Erreicht die Signallinie der Nulllinie sprechen wir von einem neuen Allzeithoch und der Index, die Aktie oder das Handelssystem steht im Kurs so hoch wie nie zuvor. Im DAX kann ein Draw Down sowie die Erholung auf neue Hochs etliche Jahre andauern, was gut an der roten Fläche in der Grafik zu erkennen ist.

Der Draw Down, also der Wertverlust vom Höchststand am Beispiel der Aktie Daimler:

20180310.daimler.drawdown

Auch hier visualisiert die rote Fläche den Rückgang „Draw Down“! Im Zeitraum seit 1995 hat Daimler, eine Aktie aus dem DAX einen maximalen Rückgang (DD) von -77,4% erzielt und damit ein „schlechteres“ Ergebnis als der DAX selbst erzielt. Auch in einer DAX-Aktie wie Daimler kann ein Draw Down sowie die Erholung auf neue Hochs etliche Jahre in Anspruch nehmen.


Der Draw Down, also der Wertverlust vom Höchststand am Beispiel des Handelssystems WWA:

20180310.wwa.drawdown

Auch für unsere Handelssysteme visualisieren die roten Flächen den Rückgang „Draw Down“ seit dem letzten Hoch! Im Zeitraum seit 1995 hat unser Handelssystem WWA einen maximalen Rückgang (DD) von -28,6% erzielt und damit ein „dramatisch besseres“ Ergebnis als der DAX und auch Daimler erzielt. Auch die Erholung auf neue Hochs verlaufen wesentlich schneller, was an der kleineren roten Flächen und den häufigeren Schnitten der Nulllinie zu erkennen ist.

Der direkte Vergleich der drei ausgewählten Systeme DAX, Daimler und WWA-Handelssystem:

20180310.vergleich.drawdown

Je mehr rote Flächen, desto intensiver die Rückschläge „Draw Downs“ und länger die Erholungsphasen bis zu einem neuen Hoch im Depot!


Tipp: In unseren Webinaren und Live-Trading-Events gehen wir immer wieder auf diese wichtigen Kennzahlen zu unseren Handelssystemen ein!!!  >>>Zum TB-Kalender <<<



Die Asymmetrie von Gewinnen und Verlusten

Asymetrie Gewinne Verluste 2


 
Welchen prozentualen Gewinn muss ICH in meinem Depot (in meinem Trade) erzielen, um auf das alte Hoch zurück zu kommen. Die obige Grafik verdeutlicht Ihnen die Mathematik dahinter. 

Verliere ich 10% des Depotwertes, brauche ich 11,11%, um wieder auf das Hoch zurückzukommen. Das ist nicht dramatisch und kann als realistisch machbar eingestuft werden. Verliere ich allerdings 50% des Depotwertes (Depot halbiert), brauche ich ganze 100%, also eine Verdopplung des Depots, um wieder auf das „alte“ Hoch zurückzukommen. Da wird es schon für viele extrem schwierig! Erleidet ein Depot sogar einen Verlust von 100%, also einen Totalverlust, dann ist es überhaupt nicht mehr möglich auf das alte Hoch zurückzukommen. In der Praxis müsste ich den Trade oder das Depot neu kapitalisieren.


Der emotionale Effekt des Verlustes!

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Psychologisch betrachtet gewöhnen wir uns schnell an einen erzielten Höchststand im Depot und werten jeden Rücklauf vom Hoch gerne als erlittenen Verlust. Der Markt stellt uns mit einem frisch erzielten Hoch im Depot auf die Probe! Wir stehen so hoch wie nie zuvor und wollen diesen erstrebenswerten Zustand dauerhaft erhalten! Stellen wir aber alle Positionen glatt, dann können wir unser Depot auch nicht noch weiter wachsen sehen. Bleiben wir aber im Markt, unterliegen wir den Marktschwankungen und fallen zeitweise zurück auf tiefere Stände. Praktisch betrachtet ist es unmöglich ohne diese Schwankungen von den Märkten zu profitieren. Ein Teufelskreis beginnt dadurch, dass wir Verluste emotional sogar stärker bewerten als erzielte Gewinne. Dazu hier ein praktisches Beispiel aus unserem Blog >>>


Verluste wecken in uns Ängste!
Das ist normal und uns allen angeboren. Diese Ängste verleiten uns aber zu reflexartigen Aktionen mit denen wir uns zu schützen versuchen. Nun ist es an der Börse allerdings so, dass genau diese undurchdachten Aktionen in der Regel unsere Lage sogar (teilweise sogar dramatisch) verschlimmern, da wir die Situation durch unsere emotionale Brille komplett falsch einschätzen. Haben wir eine schlechte Entscheidung getroffen, dann folgen zumeist auch gleich mehrere weitere schlechte Entscheidungen. Eine regelrechte Abwärtsspirale nimmt ihren Lauf die uns nicht nur dauerhaft verstimmt sondern uns bis in eine echte Lähmung oder auch Depression führen kann!

Wie kann ich mich vor diesen negativen Auswirkungen effektiv schützen?

Wir alle müssen uns an ein funktionierendes Regelwerk (bewährte Strategien oder erprobte Handelssysteme) diszipliniert halten!

Wir bieten Ihnen eine Vielzahl an funktionalen Regelwerken: Zu den TB-Produken

Wenn wir uns der emotionalen Effekte bewusst sind, die die Depotschwankungen auf uns ausstrahlen, können wir angemessen reagieren! Die Erkenntnis, dass wir an den Schwankungen der Börse NICHTS ändern können, ist der erste Schritt zur Besserung. Unsere TB-Handelssysteme sind auf ein „gesundes“ Verhältnis zwischen Rendite und Risiko optimiert. Jeder empfindet die Intensität von Schwankungen allerdings unterschiedlich, was zu Folge hat, dass nicht jedes spekulatives Handelssystem auch für jeden geeignet ist. Die Umsetzung der Signale unserer Handelssysteme sollte nicht aus dem Bauch heraus abgeändert werden, denn man riskiert sich im falschen Moment von guten Entscheidungen abzuwenden. Man MUSS sich hinterfragen: „Sind meine unplanmäßigen Eingriffe eine echte Verbesserung oder verleiten mich meine Emotionen zu unkontrollierten Aktionen?“

Für TB-Servicekunden "Risiko- und Kapitalmanagement (Teil II)"


Weiter zu "Intermarkets (Teil I -Grundlagen A-)"

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