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Intermarkets (Teil I -Grundlagen B-)

Video "Einführung in die Intermarket-Analyse (12 Minuten)"

 



Wie im Teil I der Grundlagen A schon erläutert, basiert das Prinzip der Intermarket-Analyse auf dem Wechselspiel zwischen den vier Anlageklassen: Anleihen-, Aktien-, Rohstoff- und Devisenmärkte. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich Entwicklungen an den Finanzmärkten unter ähnlichen Marktbedingungen wiederholen und wir damit einer „Sprache der Märkte“ näher kommen. Für ein besseres Verständnis dieser Trendentwicklungen an den Finanzmärkten betrachten wir die Intermarket-Analyse nun im Wirtschafts- und Börsenzyklus.


Kombination der Intermarkets mit dem Börsen- und Wirtschaftszyklus


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Die Wirtschaft entwickelt sich in einer zyklischen Abfolge zwischen Expansionen und Kontraktionen. Auf eine starke Marktphase „Expansion“ folgt eine schwache Periode „Kontraktion“. Dieser stete Wechsel wird Konjunktur- oder Wirtschaftszyklus genannt.

Beide Zyklen lassen sich mit dem Intermarketmodell hervorragend in Einklang bringen. Ein Händler an den Aktienmärkten muss allerdings den wichtigen Unterschied zwischen Wirtschafts- und Börsenzyklus bedenken. Der für Trader relevante Börsenzyklus läuft dem Wirtschaftszyklus zeitlich voraus, da an der Börse die Zukunft gehandelt wird. In der obigen Grafik ist der idealisierte Verlauf des Börsenzyklus mit den Hoch- und Tiefpunkten des Aktienmarktes abgebildet. In der Realität verschieben und überlagern sich diese Zyklen zeitweise, aber die Grundtendenz läuft immer nach diesem Muster ab.


Der Börsenzyklus gibt Hochs und Tiefs vor
Der für uns Trader relevante Börsenzyklus lässt sich in sechs Abschnitte unterteilen. In jedem dieser sechs Abschnitte ändern sich die fundamentalen Rahmenbedingungen für die Finanzmärkte. Die treibenden Marktkräfte reagieren auf diese Veränderungen. Damit verändern sich immer wieder die Richtungen der Kapitalmarktströme und es bilden sich neue Trendrichtungen in den unterschiedlichen Anlageklassen. Wer diese Wechsel erkennt, kann den Trends frühzeitig folgen. Das Auftreten und die Abfolge markanter Verlaufshochs und Verlaufstiefs im Preischart bietet dem Intermarket-Analyst eine gute Orientierung. Wer die aktuelle Marktphase kennt, kann präzise Prognosen zukünftiger Trendentwicklungen erstellen. Der Trader kann aus diesen Informationen konkrete Trades in den jeweiligen Märkten herleiten und damit die Wahrscheinlichkeiten auf Erfolge steigern.

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Bullen- und Bärenmärkte in klassischer Abfolge
Das frühzeitige Erkennen nachhaltiger Marktbewegungen ist die Grundlage für erfolgreiches Trading. In der obigen Grafik sind die wichtigsten Asset-Klassen mit dem Börsenzyklus in einer Grafik zusammengeführt worden.

Ein Blick auf diese Grafik zeigt, dass sich zu Anfang eines solchen Zyklus alle Anlageklassen auf Talfahrt befinden. Durch Zinssenkungen versuchen die Notenbanken in dieser Marktphase den Abschwung der Wirtschaft zu stoppen. Nachlassender Inflationsdruck und sinkende Zinsen machen Anleihen attraktiv (Abschnitt 1). Die Anleihenmärkte beginnen, durch die Maßnahmen der Notenbanken, Böden zu bilden. Das Fundament für eine neue Expansionsphase wird geschaffen. Die Wirtschaft erholt sich und beginnt zu wachsen. Die Aktienmärkte werden immer attraktiver und beginnen Investoren anzuziehen (Abschnitt 2). Die Inflation springt wieder in einem gesunden Maße an und zieht langsam die Rohstoffpreise mit sich. Die Wirtschaft floriert, begleitet von „gesunder“ Inflation, und es kommt zu einer allgemeinen Hausse in allen Märkten (Abschnitt 3). Der Inflationsdruck lässt die Rohstoffpreise deutlich anziehen und diese wiederum bremsen zunehmend das weitere Wirtschaftswachstum. Die Notenbanken steuern mit ersten Zinssteigerungen entgegen, was allerdings die Anleihenmärkte zu Topp-Bildungen zwingt (Abschnitt 4). Nach den Anleihenmärkten ziehen Investoren ihr Kapital auch aus den überbewerteten Aktienmärkten ab und setzen vermehrt auf die steigenden Rohstoffmärkte (Abschnitt 5). Auch die Rohstoffmärkte werden ausgereizt und bilden Hochs, worauf alle Anlageklassen fallen (Abschnitt 6). Der Zyklus beginnt von vorne.

Die Grafik zeigt den idealtypischen Verlauf der Anlagenrotation. Die Hochs und Tiefs der Asset-Klassen verschieben sich in der Realität und können sich auch überlagern. Diese Grafik dient der Veranschaulichung von intermarkettechnischen Zusammenhängen und als Orientierungshilfe. Die Analyse der markanten Hoch- und Tiefpunkte, also der Trendwendebereiche der Anlageklassen, eröffnet erstaunliche Prognosemöglichkeiten. Kommt es zeitweise zu markanten Abweichungen in diesen Abläufen, bietet dies dem Analysten zusätzliche Hinweise. Die Märkte und die Marktteilnehmer handeln zeitweise irrational und chaotisch. In einem solchen Fall kommt das Wissen, wie sich ein Markt im Zusammenspiel der Märkte verhalten sollte, der Risikoeinschätzung zugute. Ineffizienzen und Marktextreme bieten dem versierten Anleger zudem hervorragende Einstiegsmöglichkeiten „gegen den Strom“, denn die Märkte werden wieder zurück zu ihrem Gleichgewicht finden.

Trendbestimmung durch Intermarkets
Von der Einzelbetrachtung eines Charts geht das Intermarketmodell hin zu einer Multibetrachtung mehrerer Märkte in den angesprochenen Wechselbeziehungen. Über den Verlauf des Preischarts bekommen Sie ein genaues Bild des aktuellen Marktgeschehens. Im Wochenchart können Sie die Informationen für das übergeordnete langfristige Marktbild nutzen. Zoomt man in der Zeitebene näher an das Marktgeschehen heran, etwa in den Tageschart, offenbart sich das mittelfristige Trendverhalten. Wer die Trendtendenzen dieser Multibetrachtung beachtet, kann im Trading mit klaren Gewinnvorteilen arbeiten.

Vorteile für Daytrader!

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Wer die aktuellen „Swings“ kennt, kann gezielt in noch kleinerer Zeitebene in diese Trendrichtung handeln. Liegt ein Longsignal vor, werden im Daytrading verstärkt die Kaufsignale gehandelt und mögliche Verkaufsignale geringer gewichtet. Liegt ein Swing-Shortsignal vor, werden im Laufe des Handelstages verstärkt die Verkaufsignale der Day-Trading-Strategie gehandelt und mögliche Kaufsignale geringer gewichtet. Auf diese Weise handeln Sie automatisch in Richtung der Trends und werden Ihre Performance deutlich steigern können. Potenzielle Fehlsignale werden reduziert oder können zumindest mit einer kleineren Positionsgröße eingegangen werden.

Indikatoren helfen „die Sprache der Märkte“ zu verstehen!
In unserem Fortgeschrittenen Bereich zeigen wir die klassischen Berechnungsgrundlagen für die Intermarket-Analyse und erweitern dieses Wissen um unsere eigenen Nachforschungen. TradingBrothers hat eine „erweiterte“ Intermarket-Indikation erstellt und stellt die Erkenntnisse seinen Kunden zur Verfügung. Dazu kommen Beispiele und Methoden zur optimalen Nutzung der Intermarkets in Handelssystemen.

Wir helfen Ihnen die „Sprache der Märkte“ zu verstehen!


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