Broker & Anlagemöglichkeiten
Klassische-, Online-, CFD- und Future-Broker: Die Wahl des richtigen Brokers
Die Wahl des richtigen Brokers ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die Du als Anleger oder Trader treffen musst. Ein Broker ist die Schnittstelle zwischen Dir und den Märkten. Ob Du nun Aktien, Derivate, CFDs oder Futures handelst – Dein Broker führt Deine Aufträge aus und beeinflusst somit direkt Deine Erfolgschancen.
In diesem Artikel erfährst Du alles Wichtige über die verschiedenen Broker-Typen, ihre Vor- und Nachteile sowie, worauf Du bei der Wahl Deines Brokers achten solltest. Dabei unterscheiden wir zwischen klassischen Online-Brokern, CFD-Brokern und Futures-Brokern.
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Klassische Online-Broker
Ein klassischer Online-Broker ist die beste Wahl, wenn Du vor allem Aktien und Derivate direkt an Börsen oder über Emittenten handeln möchtest. Diese Broker bieten Dir Zugang zu verschiedenen Märkten und ermöglichen Dir den Kauf und Verkauf von Wertpapieren.
Der Deutsche Derivate Verband (DDV) kategorisiert Hebelprodukte wie Optionsscheine, Faktor-Zertifikate und Knock-out-Produkte, die ebenfalls über klassische Broker gehandelt werden können. In der Regel verwaltest Du bei einem klassischen Broker Dein Aktiendepot oder Dein Depot für Hebelprodukte, wie z. B. bei unseren TB-Handelssystemen.
Wann solltest Du einen klassischen Online-Broker nutzen?
Wenn Du langfristig Aktien und Wertpapiere in einem sicheren Umfeld handeln möchtest.
Wenn Du klassische Hebelprodukte bevorzugst.
Für Anlagestrategien mit klar definierten Märkten und Produkten.
Vorteile:
Direkter Marktzugang zu Börsen.
Transparente Preisbildung.
Gute Wahl für langfristige Investitionen.
Nachteile:
Für den Handel mit gehebelten Produkten oft teurer als bei CFD-Brokern.
Möglicherweise höhere Gebühren für kleinere Konten.
CFD-Broker
CFD-Broker bieten den Handel mit Differenzkontrakten (Contracts for Difference, CFD) an. CFDs erlauben es Dir, auf Kursbewegungen eines Basiswertes zu spekulieren, ohne diesen tatsächlich zu besitzen. Der CFD-Broker ist oft Market-Maker, was bedeutet, dass er die Kurse der Basiswerte selbst festlegt. Das kann zu leichten Abweichungen vom echten Markt führen, insbesondere in volatilen Phasen.
Beispiel: Steht der DAX an der Frankfurter Börse bei 7005 Punkten, kann der Kurs beim CFD-Broker 7004 oder 7006 Punkte betragen. Diese Abweichungen sind oft minimal, aber sie können sich in turbulenten Phasen verstärken.
CFD-Broker bieten einige Vorteile, insbesondere die Möglichkeit, mit geringem Kapital in viele verschiedene Märkte zu investieren. Zudem ermöglichen CFDs Hebeleffekte, die Dein eingesetztes Kapital multiplizieren können. Jedoch musst Du den Spread beachten – die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs –, der zu Deinen Lasten gehen kann.
Wann solltest Du einen CFD-Broker nutzen?
Wenn Du mit wenig Startkapital Zugang zu vielen Märkten haben möchtest.
Wenn Du sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse spekulieren möchtest.
Für kurzfristige Handelsstrategien, bei denen Du Hebel einsetzen möchtest.
Vorteile:
Zugang zu zahlreichen Märkten mit geringem Kapitaleinsatz.
Hebelwirkung erhöht potenzielle Gewinne.
Ideal für flexible Handelsstrategien.
Nachteile:
Keine direkte Teilnahme am echten Markt.
Spreads und mögliche Preisabweichungen vom realen Markt.
Risiko, in turbulenten Phasen keine Kurse gestellt zu bekommen.
Futures-Broker
Der Handel mit Futures erfordert einen spezialisierten Futures-Broker. Futures sind Termingeschäfte, bei denen Du Dich vertraglich verpflichtest, einen Basiswert zu einem festgelegten Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Futures-Broker bieten Dir direkten Zugang zu den Futures-Märkten, wie der CME oder EUREX, und garantieren eine stabile Kursversorgung.
Futures bieten Dir den Vorteil eines fairen Marktes, da die Kurse transparent und bei allen Anbietern gleich sind. Allerdings ist das Verlustrisiko bei Futures höher als bei CFDs, da Du nicht nur Dein eingesetztes Kapital, sondern auch mehr verlieren kannst. Der sogenannte Margin-Call kann Dich zwingen, zusätzliches Kapital einzuzahlen, um Deine Positionen abzusichern.
Wann solltest Du einen Futures-Broker nutzen?
Wenn Du ein großes Konto hast und an einem fairen Markt handeln möchtest.
Für den Handel mit Hebelprodukten auf den weltweiten Märkten.
Wenn Du ein erfahrener Trader bist und komplexe Handelsstrategien verfolgst.
Vorteile:
Direkter Zugang zu den echten Futures-Märkten.
Transparente Preisbildung.
Hohe Liquidität und faire Kurse.
Nachteile:
Hohe Margin-Anforderungen.
Verlustrisiko über das eingesetzte Kapital hinaus.
Für unerfahrene Trader nicht geeignet.
Vor- und Nachteile von CFDs und Futures im Vergleich
CFD (1€ pro Punkt):
Vorteil: Geringe Einstiegskosten und flexible Positionsgrößen.
Nachteil: Kein „echter“ Markt; höhere Kosten durch Spread.
Future (25€ pro Punkt - mittlerweile gibt es auch Mini-Futures):
Vorteil: Fairer Markt mit gleichen Preisen bei allen Brokern.
Nachteil: Hohe Margin-Anforderungen und Verlustrisiko.
Zusammenfassung zu Broker & Anlagemöglichkeiten
Die Wahl des richtigen Brokers hängt stark von Deiner Handelsstrategie, Deinem Risikoprofil und Deinem Kapital ab. Während klassische Online-Broker ideal für langfristige Investoren sind, bieten CFD-Broker Dir die Flexibilität, mit wenig Kapital in verschiedene Märkte einzusteigen. Futures-Broker sind für erfahrene Trader interessant, die bereit sind, höhere Risiken einzugehen, um von den Vorteilen eines transparenten Marktes zu profitieren.
Es gibt noch mehr Broker mit weiteren Möglichkeiten - Aber egal für welchen Broker Du Dich entscheidest: Informiere Dich umfassend, teste verschiedene Plattformen und entscheide Dich für einen Anbieter, der Deine Bedürfnisse optimal erfüllt.
Der Broker ist unsere Verbindung zur Börse! Genau an dieser wichtigen Stelle brauchen wir einen verläßlichen Partner bei der Ausführung unserer Trades und achten zudem auch auf faire Konditionen. Es muss nicht immer der "billigste" Broker sein!
Beim Handel mit Derivaten sind wir bei der Auswahl unserer Broker (durch die 871-Regel) aktuell "leider" auf wenige Broker eingeschränkt. Wir informieren in unseren Webinaren, sobald sich Alternativen anbieten.
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